Köln 0221. 95 27 55 10 Düsseldorf 0211. 93 67 24 50 Overath 02204. 70 38 720
Köln 0221. 95 27 55 10Düsseldorf 0211. 93 67 24 50Overath 02204. 70 38 720

Lüftungsplanung und Lüftungskonzepte

 

Um eine für den Menschen ausreichend hohe Luftqualität und eine für das Gebäude verträgliche Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu gewährleisten ist ein regelmäßiger bis dauerhafter Austausch der Raumluft notwendig.   

 

Die DIN 1946-6 (Lüftung von Wohnungen) würde im Mai 2009 überarbeitet und veröffentlicht. Ab jetzt muss für jeden Neubau und bei umfangreichen Sanierungen ein genormtes Lüftungskonzept erstellt werden.

Die Grundlage für modernes, energieeffizientes Bauen ist es möglichst luftdicht ausgeführt Gebäude zu Konzipieren. Das ist unter anderem energetisch und zur Vermeidung von Schäden auch unbestritten wichtig und notwendig. Allerdings wird ein Lüftungskonzept /-planung notwendig um einen ausreichenden Luftaustausch für die Bewohner und das Gebäude über evtl. weitere Maßnahmen zu gewährleisten.

 

Bei nicht ausreichender Belüftung erhöhen sich die VOC (volatile organic compound =  Flüchtige organische Verbindungen) in der Raumluft die wiederum Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Auch das Gebäude kann Schaden nehmen durch nicht ab gelüftete Feuchtigkeit, wie es ich z. B. in Form von Schimmelbildung zeigt.

Die Forderung zum Lüftungskonzept ist für alle am Bau Beteiligten verbindlich und betreffen:

  • Neubauten von Wohngebäuden
  • Sanierungen von Ein- und Mehrfamilienhäusern, bei denen mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht werden bzw.
  • Einfamilienhäuser, bei denen mehr als 1/3 der Dachfläche abgedichtet werden.

Die Norm fordert den Nachweis für vier Lüftungsstufen, die bei unterschiedlichen Nutzungsbedingungen einen ausreichenden Luftwechsel sicherstellen. Die Stufen sind:

Lüftung zum Feuchteschutz
Grundlüftung zur Vermeidung von Feuchteschäden in Abhängigkeit vom Wärmeschutzniveau des Gebäudes bei teilweise reduzierten Feuchtelasten (z. B. zeitweilige Abwesenheit der Nutzer). Diese Stufe muss ständig und ohne Beteiligung der Nutzer sicher gestellt sein.

Reduzierte Lüftung
Zusätzlich notwendige Lüftung zur Gewährleistung des hygienischen Mindeststandards unter Berücksichtigung durchschnittlicher Schadstoffbelastungen bei zeitweiliger Abwesenheit der Nutzer. Diese Stufe muss weitestgehend nutzerunabhängig sicher gestellt sein.

Nennlüftung
Beschreibt die notwendige Lüftung zur Gewährleistung der hygienischen und gesundheitlichen Erfordernisse sowie des Bautenschutzes bei Normalnutzung der Wohnung. Der Nutzer kann hierzu teilweise mit aktiver Fensterlüftung herangezogen werden.

Intensivlüftung
Dient dem Abbau von Lastspitzen (z. B. durch Kochen, Waschen). Auch hier kann der Nutzer teilweise mit aktiver Fensterlüftung herangezogen werden.

Insbesondere bei der Lüftungsstufe 1 (Lüftung zum Feuchteschutz) müssen wir als Planer lüftungstechnische Maßnahmen fordern, wenn die Luftzufuhr über Undichtigkeiten in der Gebäudehülle nicht ausreichen, um den Luftaustausch zum Feuchteschutz sicher zu stellen.

 

Planungs- und Bausachverständigenbüro - Christian Faßbender

Wohnraumlüftung - Lüftungsplanung - Lüftungskonzepte
Köln - Bonn - Düsseldorf - Aachen - Overath - Rösrath - Bergisch Gladbach

 

 

Es gibt in der Regel drei verschiedene Arten der Lüftung auch Lüftungskonzepte genannt.

  

A. Richtig Lüften

 

Grundsätzlich kann über eine ausreichende Fensterlüftung einer Schimmelpilzbildung vorgebeugt werden. Feuchtigkeit die durch übliche Raumnutzung entstanden ist sollte möglichst zeitnah durch Lüften abgeführt werden.

  • Am effektivsten kann die Feuchtigkeit am nächsten Tag, durch mehrmaliges kurzes intensives Lüften (5-10 min, je nach Anordnung der Fenster) im Laufe des Tages entfernt werden.
  • Wird nur morgens einmalig gelüftet, sollte je nach Jahreszeit und Raumgröße für ca. 20-30 min gelüftet werden.
  • Ungünstig ist es, erst am Abend zu lüften. Hier muss bis zu 60 min gelüftet werden, um die Luftfeuchte, die von den Decken- und Wandflächen sowie Möbeln aufgenommen wurden wieder zu entfernen.

 

B. Freie Lüftung

 

Das häufig in Deutschland angewandte Lüftungsprinzip ist die freie Lüftung. Hierbei werden folgende Prinzipien kombiniert:

 Fensterlüftung

  • Stoßlüftung     -  mit weit geöffneten Fenstern
  • Spaltlüftung    -  bei Fenster in Kippstellung

 

Luftaustausch über Undichtigkeiten in der Gebäudehülle

  • Ein Luftaustausch geschieht außerdem über Undichtigkeiten in der Gebäudehülle. Z.B:  Fensterfugen und Fensterrahmen. Dieser Effekt ist jedoch bei modernen Bauwerken nahezu vernachlässigbar.

 

C. Mechanische Lüftungen

 

Bei der Ventilator gestützten oder mechanischen Lüftung unterscheidet man verschiedene Systeme.

 

Abluftanlagen

  • Hier wird die Raumluft aus den belasteten Räumen wie WC, Küche Bäder zumeist über einen Luftkanal nach außen transportiert.  Nachströmende Luft strömt bei älteren Gebäuden meist über Undichtigkeiten in das Gebäude. Bei neuen oder sanierten Gebäuden ist der Einbau von Außenluftdurchlässen zu Luftnachströmung zu empfehlen.

 

Zu- und Abluftanlagen

  • Zu- und Abluftanlagen bilden die zweite Gruppe Ventilator gestützten Lüftungssysteme. Wie bei den Abluftanlagen wird mit einem Ventilator Raumluft aus den Räumen abgesaugt. Die Zuluft wird in einer zentralen Zuluft-Anlage mit einem zweiten Ventilator über die Luftkanäle in die Wohnung geleitet. Bei fast allen Zu- und Abluftanlagen erfolgt während der Heizperiode eine Wärmerückgewinnung.

 

Dezentrale Lüftungsgeräte

  • Mit dezentralen Lüftungsgeräten können einzelne Räume belüftet werden. Diese Geräte werden bevorzugt an der Außenwand neben dem Fenster oder im Bereich der Fensterbank montiert.

 

Planungs- und Bausachverständigenbüro - Christian Faßbender

Wohnraumlüftung - Lüftungsplanung - Lüftungskonzepte

Personen-Zertifizierter Sachverständiger nach EURO-ZERT

für Bau- und Versicherungsschäden
Köln - Bonn - Düsseldorf - Aachen - Overath - Rösrath - Bergisch Gladbach

Bausachverständigenbüro:

Christian Faßbender

Köln: 0221-95 27 55 10

Rothehausstr. 2a

Köln 50823

 

Overath: 02204-70 38 720

Nallinger Str. 1

Overath 51491

 

Düsseldorf: 0211-93672450

Erkrather Str. 401 Düsseldorf 40231

 

info@gutachten-nrw.com

Termine nach vorheriger telefonischer Vereinbarung!

Bausachverständiger für Schäden an Gebäuden zertifiziert durch IQ-Zert nach DIN EN ISO/IEC 17024 IQ-ZERT - Institut für Qualitätssicherung und Zertifizierung GmbH & Co. KG
Sachverständiger Dachdeckerhandwerk, Gutachter Flachdach, Sachverständiger Flachdach Mitglied im Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V.
Overath, Bauschäden, Bensberg, Immobilienbewertung, Rösrath, Bergisch Gladbach, Burscheid, bauschäden, Beweissicherung, Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen, Frankfurt, Koblenz Mitglied im Deutschen Holz- und Bautenschutzverband e.V.
Sachkundiger für Schäden an Gebäuden und Immobilienbewertung - PersCert